Wolken malen Zauberwelten
auf des Himmels ewig Blau.
Bilderbücher, flüchtig ausgestellte
ewig da und nebelgrau.
Wolken greifen mit den Armen
nach des Wassers kühlem Blau.
Wie sie weiß den See umarmen,
feiern seine Spiegelschau!
Wolkem türmen sich zu weißen Bergen,
wahllos hingetupft am Himmelsrand.
Tanzen, hüpfen wie die Zipfelzwerge,
blau und weiß am Perlenband.
Wolken bilden zarte Silbersteifen,
brennen an des Lichtes Wand,
fließen ab in schlieren Schleifen,
küssen liebevoll das dunkle Land.
Wolken wandeln Sonnenlicht
ins Lächeln gelboranger Aprikosen,
malen dann mit roter Gischt
am Firmament ein glühend Bett aus Rosen.
Wolken formen Sturmgestalten
an des Himmels Zeltgewand.
Drohend, finstre Urgewalten,
lassen los das nasse Band.
Wolken reiben Eiskristalle
an der Wärme dunstger Schicht
bis mit drohend lautem Knalle
Feuer aus dem Himmel bricht.
Wolken weben eine Decke dunkelgrau,
die des Glückes Licht verschlingt,
doch Schwermut träumt vom Himmelblau,
das zitternd durch die Dämmrung dringt.
Wolkenwelten, die wir sehen,
tausendfache Augenblicke wunderbar,
einzigartig Schauspiel oder Menschen Leben!
Weggewischt, doch immer wieder da.
_________________ " Wenn einer ,der mit Mühe kaum,
geklettert ist auf einen Baum,
schon glaubt, dass er ein Vogel wär,
so irrt sich der."( Wilhelm Busch)
Angel
Federstrich
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Verfasst am: Fr Feb 05, 2010 22:16
Hi kleine Bärin, wunderschön, das regt richtig zu Träumen an, erinnert mich daran, wie schön es ist im Gras zu liegen und die Wolken zu beobachten und Formen darin zu finden
Alles Liebe
Angel
_________________ Angel
Flügel! Flügel! Der Engel stürtzt, die Federn fliegen einzeln und blutig im Sturm der Geschichte!
Das Gedicht ist nicht der Ort, wo Engel geschont werden.
*Christoph Meckel*
Kleine Bärin
Zeilenlechzer/in
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Verfasst am: Mo Feb 08, 2010 19:00
Hi Angel,
es freut mich, von Dir zu hören und zu lesen.
Du hast das richtig gespürt: Es ist auch während der Betrachtung auf einer Busreise entstanden.
Danke für Dein Kommentar.
Liebe Grüße
D.Kl. Bärin
_________________ " Wenn einer ,der mit Mühe kaum,
geklettert ist auf einen Baum,
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so irrt sich der."( Wilhelm Busch)
cyparis
Wortwandler/in
Anmeldungsdatum: 27.09.2008
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Verfasst am: Fr Feb 12, 2010 22:31
Guten Abend, kleine Bärin!
Da ich Naturgedichte liebe, habe ich mir Deines angeschaut.
Sehr hübsch gemacht, mit allen Wolken- und Wettervarianten.
Die schlieren Streifen erschließen sich mir nicht, da ich die Schliere nur als Substantiv kenne. Wie wäre es mit
Schlieren und Streifen?
Statt Knall eventuell Hall oder Schall?
(Geschmacksache!).
Habs gerne gelesen, wenn es auch kein Meisterwerk der Lyrik ist.
Lieben Gruß
von
cyparis
_________________ Im Gegensatz zur NDR halte ich am "ß" fest.
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