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Tsunohira 1 - 11, Januar 2009 bis März 2010
Corazon De Piedra
Weltenbummler/in
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Alter: 27

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Tsunohira 1 - 11, Januar 2009 bis März 2010

"Du warst mein Traum und bist es immer geblieben
wir zwei gehören zusammen wie Gewinner und siegen
und wenn ich deine Augen so seh
ist selbst die Scheiss Welt da draussen okay"
(Sabrina Setlur)


Tsunohira 1

Eine meiner besten Freundinnen ist Tsunohira. Ich verstehe mich sehr gut mit ihr, auch wenn sie heterosexuelle Ambitionen hat. Aber sie ist ja noch jung, blutjung. Ich mag ihren Freund gar nicht. Wenn ich sie wäre, hätte ich ihn längst in die Wüste geschickt. Seine perversen Neigungen sind erniedrigend und schmerzhaft für Tsunohira, aber sie sagt immer diesen blöden Spruch: "Ich liebe ihn doch..."

Ich besuche Tsunohira ab und zu, um ihr ein wenig Hilfe und Trost zu geben. Sie hat mich darum gebeten, und ich tue es, auch wenn ich nicht weiss, ob es richtig ist.Wenn sie sie sich wieder nackt auf die Couch legen muss, die Beine hochheben muss und ihrem Freund auf die Schultern legen muss, halte ich ihren Kopf im Arm. Ich spüre, wie sie zuckt, wenn ihr Freund anal in sie eindringt. Er ist pervers, er braucht das. Ihr Mund öffnet sich, aber sie versucht, nicht zu schreien. Je tiefer er in sie eindringt, um so mehr verzerrt sich ihr Gesicht vor Schmerzen. Ich kann sie nur fest drücken und ihre Wangen streicheln.

Dann beginnt er, sich rythmisch zu bewegen. Nicht sanft und zärtlich sondern hart und stossend. Jedesmal wenn er zustösst, öffnet sich ihr Mund zu einem lautlosen Schrei. Ich streichle ihren Kopf, versuche sie zu beruhigen, kann aber ihren Schmerz nicht wegnehmen. Sie sieht mich mit grossen Augen an, die bei jedem Stoss von ihm brechen.

Als er zum Höhepunkt kommt, zieht er sich so abrupt zurück, dass sie vor Schmerz aufschreit. Ich halte ihren Kopf mit meinen Armen umschlungen und flüstere ihr tröstende Worte ins Ohr, ich weiss was jetzt kommt. Er spritzt ihr sein Sperma ins Gesicht. Als nichts mehr kommt, dreht er sich um und geht.

Tsunohira weint. Ich halte sie im Arm und sehe wie ihre Tränen sich mit seinem Sperma vermischen und zu langen Fäden werden, die von ihrem Gesicht herunterhängen und schliesslich auf ihren zierlichen Körper tropfen.

Es ist nur traurig.



Tsunohira 2

Am Samstag abend besuchte ich Tsunohira erneut. Ich hatte ausgemacht, sie zu mir abzuholen, einen netten Frauenabend zu machen, sie würde bei mir übernachten und Sonntag, also heute brachte ich sie wieder zurück. Ihr Freund hatte nichts dagegen, aber natürlich war klar, dass er vorher nochmal seine Abartigkeit an ihr auslassen musste. So war es auch, wieder das gleiche passierte, genau wie ich es bereits beschrieben habe. Ich verhielt mich genauso, mit allerdings einem Unterschied.

Als er fertig und weg war, holte ich eine mitgebrachtes Kleenex aus der Tasche und wischte damit jeden Tropfen von Tsunohiras Gesicht auf. Die Kleenex Tücher saugten sich voll. Ich packte sie in eine kleine Tüte, ich kam mir vor, wie von der Spurensicherung. Dann half ich Tsunohira, sich anzuziehen und wir fuhren zu mir.

Ich sprach lange und ausführlich mit ihr. Ich sprach über vermeintliche Liebe, über Erniedrigung und Ehre. Irgendwann begann sie zu verstehen. Sie lächelte wieder. Ich erklärte ihr, was ich vorhatte. Erst war sie etwas ungläubig, dann begann sie zu verstehen und mir zu glauben.

Ich legte die spermavollen Kleenex Tücher in eine extra für diesen Zweck gekaufte Schale. Es war wichtig, dass diese Schale noch nie benutzt war. Ich streute 5 Körner grobes Meersalz und eine Prise braunen Zucker dazu und zündete das Kleenex an. Ich nahm das Buch und las die Worte vor. Während das Kleenex brannte, zog sich Tsunohira. Ich legte von sechs Kieselsteinen fünf unter die Matratze, dann legte Tsunohira sich aufs Bett. Inzwischen war von den verbrannten Kleenex nur noch Asche übrig. Ich zerrieb die erkaltete Asche und rieb sie Tsunohira über den Po und den Anus und über die Schamlippen. Mit dem sechsten Kieselstein kreiste ich dreimal über Tsunohiras Kopf und sprach die Worte nochmal.

Das war es. Jetzt konnte sich Tsunohira waschen und ihr Pyjama anziehen. Sie schlief gut und fest in der Nacht. Ihr Freund wird ihr nie mehr Probleme machen. Es wird zu einer Trennung kommen. Denn er wird sie nicht mehr sexuell begehren. Nur noch andere. Aber nicht sie.

Ich habe dafür einen Teil meiner Seele verkauft. Aber ich weiss, wie ich diesen Teil wieder zurückbekomme. Und diese Mühe war mir Tsunohira wert.

Ich habe mein Versprechen gehalten.




Tsunohira 3


Gestern nacht, ziemlich genau um Mitternacht klingelte es. Tsunohira stand vor der Tür. Es war aus, mit ihr und ihrem Freund. Ich war überrascht, wie schnell es ging.
Mein Vater war noch wach, er bezahlte ihr Taxi und wir brachten sie ins Gästezimmer.

Sie war unsicher, und Tränen standen in ihren Augen. Während ich ihr das Bett machte, sprach ich mit ihr und beruhigte sie. Ich sagte ihr, sie könne bei uns bleiben, solange sie wolle, niemand schickt sie zurück. Die Wohnung von ihrem Freund war sowieso nie ihre gewesen. Ich riet ihr, erst mal zu schlafen, morgen sieht alles gleich anders aus.

Dann sah ich nochmal nach Sharleen, meiner kleinen Tochter und ging ins Bett. Nach einer halben Stunde klopfte es an der Tür und Tsunohira fragte, ob sie zu mir könne. Ich liess sie rein, und weil es kühl war legten wir uns ins Bett und deckten uns zu. Sie begann zu erzählen, es musste alles raus. Sie erzählte, was sie alles mitgemacht hatte, nur um diesen "Mann" nicht zu verlieren. Tsunohira hat nie Liebe erlebt. Das typische Heimkind Schicksal. Von einem Heim ins andere, von Erzieher zu Erzieher und nie eine Bindung oder gar Liebe. Dann ein Typ, ein paar nette Worte, und schon glaubte sie, die Liebe gefunden zu haben. Und wollte sie behalten. Um jeden Preis. Dafür entehrte sie sich für ihn. Ich erfuhr alles.

Ich nahm sie in den Arm und sie weinte. Ich wiegte sie in den Schlaf. Vor dem einschlafen sagte sie: "Corey, dass schönste was ich erlebt habe, waren gestern deine Hände auf meinem Körper, du warst so zärtlich." Dann schlief sie ein.

Ich dachte noch lange über alles nach, hielt sie im Arm und dachte, wenn sie bloss nicht so blutjung wäre...
Heute morgen fuhr ich mit meinem Vater zu ihrem Freund und wir holten ihre paar Habseligkeiten. Sie schlief lange. Als sie zum Frühstück kam, küsste sie mich auf den Mund.

Ich weiss nicht, wie es weitergehen wird.




Tsunohira 4

Gestern abend sah Tsunohira so entzückend aus. Sie kam aus der Dusche und hatte ein rotes Satin Pyjama an. Ganz süss. Wir lümmelten auf der Couch und sahen uns eine DVD an. Sie lehnte sich an meine Schulter und fragte mich ganz direkt, ob sie nicht bei mir im Bett schlafen könne, sie fühle sich so allein.
Nun, ich habe so ein 1,40 m breites Bett, und da wäre genug Platz, antwortete ich. Sie lächelte und kuschelte sich an mich. Nach dem Film schauten wir nach Sharleen und gingen dann auch ins Bett. Sie kuschelte sich wieder an meine Schulter und ich legte meine Hand auf ihre Seite. Sie drehte sich ein wenig, so dass meine Hand auf ihrer rechten Brust lag. Ich fühlte, dass ihre Brustwarze hart war und begann ganz sanft ihre Brust zu streicheln.
Tsunohira ist keineswegs schüchtern, merkte ich. Ihre Hand glitt unter meine Pyjama Hose und zwischen meine Beine. Sie streichelte mich und stöhnte leise. Ich war nun allerdings auch alles andere als unbeteiligt und wurde feucht und erregt. Tsunohira auch, merkte ich, denn ich war nun auch nicht mehr in der Lage die Finger von ihr zu lassen. Sie war warm und feucht und es war ein schönes Gefühl, mit den Fingern zu fühlen, wie sie richtig nass wurde.
Wir zogen uns aus, lagen aufeinander, küssten uns, streichelten uns, fühlten uns. Irgendwann ging ihr Atem schneller, ihre Augen wurden glasig und ich wusste, sie war so weit. Da beugte ich mich runter und küsste ihre Feuchtigkeit. Es war wunderschön, sie zu vibrieren zu fühlen, als sie zum Höhepunkt kam.
Danach wollte sie etwas für mich tun, doch ich nahm sie in den Arm und sagte, morgen sei auch noch ein Tag. Mir war es heute Befriedigung genug, sie glücklich gemacht zu haben.
Und dass sie das wollte und genoss.



Tsunohira 5

Mein Verhältnis zu Tsunohira kommt mir zunehmend vor, wie eine Wiederholung meines Lebens mit umgekehrten Vorzeichen. Tsunohira ist so, wie ich war vor einigen Jahren. Unsicher, ohne Selbstvertrauen und voller Ängste. Gestern waren wir einkaufen und ich sah zum ersten Mal ihren nackten Oberarm im Licht. Ich sah die vielen kleinen Narben. Wie oft muss sie allein gewesen sein, verlassen von der Welt und sich geritzt haben. Sie sah, dass ich es weiss und schämte sich. Ich habe ihr gesagt, sie muss sich nicht schämen. Nicht vor mir.
Als ich Juey kennenlernte, war ich auch so eingeschüchtert. Aber Juery verstand sich als Kriegerprinzessin. Ein switchblade gefertigt aus dem Stahl einer Kanone des Kampfpanzers Leopard begleitete sie immer. Sie war stark und dennoch gefühlvoll. Sie zeigte mir alles, was ich verloren hatte und gab es mir wieder. Jetzt bin ich in ihrer Rolle und muss Tsunohira das gleiche zeigen. Ich habe viel gelernt. Ich bin stark geworden und werde ihr alles zurückgeben was sie verlor.
Ich tue das, weil ich Tsunohira liebe. Und weil Tsunohira das verdient hat. Denn ihre Seele ist rein und schön. Sie hat meine Hilfe verdient und ich möchte ihr Vertrauen verdienen. Ihre Liebe hat sie mir schon geschenkt. Ich möchte, dass sie mir ihre Seele schenkt, so wie ich ihr meine schenkte.






Tsunohira 6

Tsunohira hat mich zutiefst enttäuscht. Heute kam ich nach Hause, und sie war weg. Nicht nur sie. Aus meinem Nachttisch nahm sie sich mein neues LG Shine Handy, 1000 Euro, meine American Express Kreditkarte und das Collier mit den Rubinen, das mir Juey einst schenkte. Aus dem Schrank fehlen einige der besseren Klamotten. Na ja, das Collier tut mir weh. Es war eine Erinnerung und es fehlt mir.
Ich habe keine Vorstellung, was in ihrem Kopf vorging. Wohin sie ist, weiss ich auch nicht. Bei ihrem ehemaligen Freund ist sie nicht.
Mein Vater warnte mich, falls sie sich noch mal melde, ihr zu verzeihen. Er kennt mich...
Nein, das Kapitel Tsunohira ist für mich abgeschlossen.
Zwei Wochen später
Ich habe heute Tsunohira wiedergesehen. Auf dem 14. Polizeirevier. Sie hatte zu lange versucht, mit meiner Kreditkarte einzukaufen. Mein Collier mit den Rubinen hat die Polizei im Pfandhaus geholt. Das Handy, die Klamotten, die 1000 Euro, das ist alles natürlich weg.
Tsunohira war geständig, vielleicht bekommt sie Jugendstrafrecht und Bewährung.
Wir sehen uns schweigend an. Ihre Augen erinnern mich an das Lied FFB von der Spider Murphy Gang:
"Aus den Teenagerträumen vom ganz grossen Glück is nix worn und irgendwann unterwegs hats dann ihr Lächeln verlorn"
Sie tut mir leid. Trotz alledem. Aber wir haben keine Basis mehr. Nur noch Fragmente von Gefühlen.




Tsunohira 7

Drei Tage später erhielt ich einen Anruf von einem Streetworker in FFM, der mich fragte, ob ich bereit wäre, mal mit Tsunohira zu sprechen. Sie selbst traute sich nicht zu fragen. Ich kann nicht verhehlen, dass ich immer noch Gefühle für sie hege und fuhr zu ihr. Sie lebt jetzt praktisch auf der Strasse, nachts geht sie ins sleep in zum schlafen, was bei den ganzen Drogen Junkies dort kein Zuckerschlecken ist. Sie weinte und bat mich um Verzeihung. Sie wäre einfach ausgerastet, es täte ihr so leid. Sie hat grosse Angst vor der Verhandlung und hofft, dass sie Jugendstrafrecht und Bewährung bekommt.
Sie tat mir sehr leid.

Ich fuhr nach Hause und erzählte meinen Eltern von ihr. Und, dass ich ihr gerne noch eine Chance geben würde. Während meine Mutter dem eher verständnisvoll gegenüberstand, lehnte mein Vater das kategorisch ab. Er war sehr verärgert über meine Naivität und Gutmütigkeit.

Ich empfinde sehr viel für sie, trotz alledem, und würde ihr gerne noch eine Chance geben. Mein Vater meint, sie hatte ihre Chance.
Ich weiss nicht, was ich tun soll. Hat er Recht oder soll ich ihr verzeihen, auch gegen seinen Willen? Er würde mir nicht lange böse sein, das weiss ich. Oder soll ich sie untergehen lassen, und mir nichts draus machen?
Könnte ich dann noch glücklich sein?
Ich weiss nicht, was ich tun soll.



Tsunohira 8

Ich habe Tsunohira verziehen.
Ich habe die Anzeigen zurückgezogen. Nur mit American Express, das muss mein Vater regeln, er hat mir ja die Kreditkarte zur Verfügung gestellt, die wollen sie unbedingt vor Gericht bringen.
Tja, mein Vater, das war nicht so einfach. Ich habe lange mit ihm geredet, und irgendwann hat er dann doch gelächelt, mich in den Arm genommen und gemeint, ich wäre zu gut für diese Welt. Aber genau deshalb würde er mich ja so lieben. Mir fiel schon ein Stein vom Herzen. Einen Knacks in der Beziehung zu meinem Vater, ich weiss nicht, wie ich das verkraftet hätte.
Heute abend fuhr ich zum sleep in und wartete auf sie. Sie kam und sah furchtbar aus. Als sie mich sah, konnte ich die Hoffnung in ihren Augen erkennen. Komm, sagte ich nur, und ging mit ihr raus zum Auto.
Ich sah ihr ins Gesicht, holte aus und knallte ihr eine auf die Backe. Wie ich erwartet hatte, zuckte sie nicht einmal. Sie sah mich nur an und sagte leise „okay“. Ich nahm sie in den Arm und dann setzten wir uns ins Auto und fuhren los.




Tsunohira 9

Ich habe Tsunohira nie gefragt, warum sie so etwas getan hatte, was sie erreichen wollte. Vielleicht wusste sie die Antwort selbst nicht und dann kann so eine Fragerei nerven.
Aber eines Abends erzählte sie es mir ganz von selbst.
Sie wollte nur bischen angeben, die Zicken in der Wohngruppe vom betreuten wohnen beeindrucken, zeigen, was aus ihr geworden sei. Bischen rumrösten halt. Sie hatte sich dazu mit meinen Sachen schick gemacht, Kreditkarte und Handy eigentlich nur zum Zeigen mitgenommen. Dass sie auch die TAG Heuer Uhr von mir mitgenommen hatte, die mir meine Eltern zu Weihnachten geschenkt hatten, ja, das hatte ich noch gar nicht bemerkt, dass die weg war. Ich laufe ganz selten mit so einer teuren Uhr rum, ich trage eigentlich immer nur so eine Baby G von Casio. Auf alle Fälle hat sie in ihrer Wohngruppe kräftig angegeben, hat wohl auch geklappt. Nur dass sie auf dem Rückweg in der S-Bahn merkte, dass die TAG Heuer weg war. Wahrscheinlich hat ihr im Gedränge der S-Bahn jemand die geklaut. Nun geriet sie in Panik. Wie sollte sie mir das erklären? Sie schämte sich und hatte Angst. Also kam sie nicht zurück sondern hing ziellos in Frankfurt rum und versuchte zu überleben.
Sie weinte als sie mir alles erzählt hatte. Ich nahm sie in den Arm, streichelte sie, sagte gar nichts. Es war nicht nötig. Ich verstand sie, und sie wusste das.



Tsunohira 10

Spätsommer 2009

So is`es eben...

Tsunohira hat sich von mir getrennt. Es gab keinen Streit, keine Auseinandersetzungen, nein, sie hat nur einen Mann kennengelernt und die heterosexuelle Alternative gewählt.
Ich nehm es ihr nicht übel. Ich hatte eine schöne Zeit mit ihr, aber sie war ja früher auch keine, die ausschliesslich Frauen liebte, so dass ich irgendwo in einer Ecke meiner Gedanken schon damit gerechnet habe, dass sowas mal passiert. Aber unangenehme Gedanken - da bin ich auch nicht besser wie andere - ich verdränge sie genauso.
Und wieder denkt man an so unwichtige Kleinigkeiten, dass ich meinen Geburtstag nächstes Wochenende so schön mit ihr feiern wollte, und den Urlaub so schön mit ihr geplant hab...Tja, deswegen bleibt man nicht zusammen, klar. Es tut mir trotzdem ziemlich weh, vor allem das "wieder allein sein".
Aber es ist nicht ihre Schuld.
Sie weiss, ich habe es ihr gesagt, dass ich sie immer lieben werde und immer für sie dasein werde, wenn sie mich braucht. Und dass ich ihr wünsche, ihr Glück gefunden zu haben und es behalten zu können.
Im Leben hat alles seinen Sinn, und unsere Trennung sicher auch.
Trotzdem weine ich.
Weil ich noch oft an sie denken muss.

Ich höre Sabrina Setlur: "So spielt das Leben, so is`es eben..."
Mehr gibt es da nicht zu sagen.


Tsunohira 11

März 2010

Ich habe bis jetzt gewartet, denn ich selbst hatte Bedenken, mich wieder zu früh zu freuen, zu früh zu feiern und wieder zu verlieren.
Seit Weihnachten 2009 sind Tsunohira und ich wieder zusammen.

Nicht einfach so. Es begann mit einer verstörten, regennassen Tsunohira die im Dezember vor unserem Haus stand und klingelte. Mein Vater böffnete, rief mich und ich sah an seinem Blick, dass er alles andere als begeistert war.
Ich war auch nicht begeistert. Die Geschichte klang so billig.
Wieder rausgeflogen, wieder kein Glück mit ihrem Partner, wieder gedemütigt und hilflos.
Und wieder blieb nur ich.
Aber dann änderte sich die Geschichte. Tsunohira hatte tatsächlich zum ersten Mal ihre wahren Gefühle, ihre wahren Sehnsüchte und Wünsche erkannt.
Ich konnte verstehen, dass dieser Bruch mit der Welt ihrer Traditionen und anerzogenen Kultur nicht einfach für sie war. Aber es war auch der Grund für die Trennung von ihrem Partner. Er konnte ihr nichts mehr geben. Kein Mann konnte ihr das mehr geben, was sie suchte. Das hatte sie erkannt.
Und war hier.
Bei mir.
Wieder.
Ich glaubte ihr und gab ihr wieder eine Chance. Trotz meiner immer noch leicht vorhandenen Skepsis, meiner Zweifel. Meine Eltern waren wesentlich skeptischer und mein Vater rollte mit den Augen und schlug die Hände über dem Kopf zusammen, wie man so sagt.

Jetzt ist es März. Nicht viel Zeit ist vergangen. Und dennoch ist etwas anders. Es ist eine Bindung da, eine Sicherheit, ein Verlangen, dass früher nicht so da war.
Wir müssen uns nicht mehr umeinander bemühen.
Wir haben uns.
Für immer?
Wer kann das sagen? Vielleicht...


Tsunohira 12, 17.März 2010

Liebe benötigt Vertrauen. Das ist so eine Binsenweisheit. Natürlich merkte ich, dass Tsunohira unter der Angst litt, mein Vertrauen verloren zu haben. Es gab viele Hinweise auf dieses Gefühl bei ihr. Am deutlichsten merkte ich es, als sie mit einem (natürlich negativen) AIDS Test ankam. Sie wollte mir beweisen, dass sie alles tat, um mein Vertrauen wieder zu bekommen. Dabei vertraute ich ihr doch. Es tat mir weh zu sehen, wie sie litt. Ich sprach mit ihr darüber und machte ihr klar, dass alles in Ordnung wäre, dass ich ihr die Trennung nicht nachtrug, dass ich ihre Verwirrung der Gefühle verstand. Sie freute sich und dennoch sah ich in ihren wunderschönen, fast schwarzen Augen einen Rest Unsicherheit.
Es gibt eine Möglichkeit, einem Menschen, denn man liebt zu beweisen, dass man alles für ihn tut und ihm bedingungslos vertraut. Ihn liebt. Dazu gehört die völlige Hingabe. Auch im sexuellen Leben, Lieben.

Wir badeten oft zusammen. Nur diesmal hatte ich mehr vor. Ich hatte im Schlafzimmer paar Duftkerzen angemacht und nach dem Baden trocknete ich sie liebevoll ab und wir gingen ins Bett. Ich drehte sie sanft auf den Bauch und massierte ihren Rücken mit Massageöl ein. Es roch wunderbar sinnlich. Als sich meine Hände ihrem Po näherten und ich diesen zart aber nicht zu zart massierte, begann sie zu stöhnen und ihr Po hob sich, als sie die Beine ein wenig anzog. Es gefiel ihr. Mit einer Hand berührte ich sie zwischen ihren schlanken Beinen und fühlte ihre Feuchtigkeit. Ihr früherer Freund hatte ihr Schmerzen an einer Stelle ihres Körpers zugefügt, in die er brutal eindrang. Ich wollte ihr diese Erinnerung für immer nehmen und ihr meine Liebe und meine Leidenschaft zeigen.

Ich massierte weiter ganz sanft ihren Po und sie öffnete sich mir. Ich berührte ihren Anus mit der Zunge, streichelte die empfindliche Stelle mit ihr und sie begann zu stöhnen und zu zucken. Mit meiner Hand fühlte ich, dass sie noch feuchter wurde. Ich küsste ihren Anus mit dem Mund, er öffnete sich leicht, und ich drang mit der Zunge in ihn ein. Sie stöhnte laut. Sanft drang ich immer wieder mit der Zunge ein, und abwechselnd liebkoste ich die Stelle zärtlich mit meiner Zunge. Ich fühlte wie Tsunohira zum Höhepunkt kam. Alles zog sich bei ihr zusammen, sie zuckte und stöhnte um dann völlig zu entspannen.

Ich nahm sie in den Arm, sie küsste mich und lutschte an meiner Zunge. Ich sah das Glück in ihren Augen und wusste, dass wir nie mehr über verlorenes Vertrauen reden mussten.

written by gravur idol (Corazon De Piedra)

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Tsunohira 1 - 11, Januar 2009 bis März 2010
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